Das versehentliche Löschen eines wichtigen Fotos ist etwas, das sofort Panik auslöst. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist das Bild noch auf Ihrem Smartphone oder in der Cloud gespeichert – es ist nur nicht mehr in der Galerie sichtbar. Die weniger gute Nachricht: Es gibt ein Zeitlimit. Je mehr Zeit vergeht und je mehr das Gerät genutzt wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, das Foto wiederherzustellen.
Dieser Text zeigt die richtige Suchreihenfolge an, wenn Sie suchen müssen. Fotos vom Handy wiederherstellenErst der Papierkorb, dann die Datensicherung und erst dann die... Fotowiederherstellungs-Apps. Außerdem wird ohne Umschweife erklärt, was diese Apps heute auf Android können und was nicht, damit Sie keine Zeit mit Versprechen verschwenden, die nicht eingehalten werden.
Was passiert, wenn ein Foto gelöscht wird?
Wenn Sie auf „Löschen“ tippen, wird die Datei in der Regel nicht sofort gelöscht. Sie landet im Papierkorb, wo sie für eine bestimmte Zeit verbleibt. Danach markiert das System den Speicherplatz einfach als frei – der Inhalt bleibt dort erhalten, bis er durch etwas anderes überschrieben wird: ein neues Foto, eine heruntergeladene App, ein Update.
Deshalb ist die erste Empfehlung zwar langweilig, aber wichtig: Benutzen Sie Ihr Handy so wenig wie möglich, bis das Problem behoben ist. Vermeiden Sie es, Fotos zu machen, Apps herunterzuladen und Updates zu installieren. Jede neue Datei, die im Speicher abgelegt wird, kann genau den Speicherplatz belegen, auf dem sich das Bild befand, das Sie wiederherstellen möchten.
Schritt 1: Schauen Sie im Papierkorb Ihres Telefons nach.
Dies ist die effektivste Methode, und fast niemand versucht sie zuerst. Wenn das Foto in den letzten Wochen gelöscht wurde, befindet es sich wahrscheinlich im Papierkorb und wartet auf Sie. Sie müssen nichts installieren.
Google Fotos
Öffne die Google Fotos, Gehen Sie zum Bibliotheksreiter (in neueren Versionen heißt er “Sammlungen”) und suchen Sie nach Bin. Die Elemente werden dort normalerweise bis zu 60 Tage lang gespeichert. Die App zeigt an, wie viele Tage für jedes Foto noch verbleiben. Wählen Sie das Bild aus und tippen Sie auf „Wiederherstellen“ – es wird dann im selben Album angezeigt, aus dem es stammt. Die offizielle Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie unter [Link zur Anleitung]. Google Fotos-Hilfe.
Galeria do Android
Samsung, Motorola, Xiaomi und die meisten anderen Hersteller bieten in ihrer Galerie-App einen separaten Papierkorb an, der unabhängig vom Papierkorb in Google Fotos ist. Dieser befindet sich üblicherweise im Drei-Punkte-Menü oder im Album-Tab und ist mit “Papierkorb” oder “Recyclingpapier” beschriftet. Die Löschfrist beträgt in der Regel 30 Tage. Es empfiehlt sich, beide Orte zu überprüfen, da die geleerten Fotos nicht durcheinandergeraten.
iPhone
In der Fotos-App tippen Sie auf „Alben“ und scrollen Sie bis ganz nach unten, wo sich das Album befindet. Kürzlich gelöscht. Die Bilder bleiben etwa 30 Tage lang erhalten, bevor sie endgültig gelöscht werden. In den neuesten iOS-Versionen ist dieses Album geschützt und kann nur mit Face ID, Touch ID oder dem Gerätecode geöffnet werden.
Schritt 2: Überprüfen Sie das Cloud-Backup.
Wenn die automatische Datensicherung aktiviert war, kann das Foto noch in der Cloud gespeichert sein, selbst wenn es aus der Galerie verschwunden ist. Öffnen Sie Google Fotos oder iCloud über den Browser Ihres Computers und suchen Sie nach dem Aufnahmedatum. Ein häufiger Fehler: Das Smartphone ist möglicherweise mit einem anderen Konto angemeldet als dem für die Datensicherung verwendeten, insbesondere wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse geändert haben. Überprüfen Sie daher alle Konten, bevor Sie davon ausgehen, dass das Foto verschwunden ist.
Es lohnt sich auch, Ihren archivierten Google Fotos-Ordner und Ihre versteckten Galeriealben zu überprüfen. Archivierte Fotos wurden nicht gelöscht, sie werden lediglich nicht mehr in Ihrer Chronik angezeigt. Beachten Sie außerdem, dass die kostenlose Google-Sicherung die 15 GB Speicherplatz Ihres Kontos nutzt, die Sie sich mit Gmail und Drive teilen. Sobald dieser Speicherplatz voll ist, werden keine automatischen Uploads mehr durchgeführt. Viele Nutzer bemerken dann erst, dass sie seit Monaten keine Sicherung mehr erstellt haben. Zusätzlicher Speicherplatz ist kostenpflichtig.
Schritt 3: Scan-Apps und was sie tatsächlich leisten können
Befindet sich das Foto weder im Papierkorb noch im Backup, kommen Apps zum Einsatz, die den Speicher nach gelöschten Dateien durchsuchen. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten: Das aktuelle Android-System erlaubt es keiner normalen App, auf den Rohspeicher des Geräts zuzugreifen. Ohne Wurzel – eine fortschrittliche Funktion, die die meisten Handys nicht bieten – diese Apps finden in der Praxis nur Miniaturansichten und zwischengespeicherte Kopien, fast immer in niedrigerer Auflösung als das Original. Das ist besser als nichts, aber eben nicht das Originalfoto.
1. DiskDigger recuperação fotos
Ö DiskDigger-Fotowiederherstellung Es ist das bekannteste Programm seiner Kategorie und liefert im Rahmen der Android-Beschränkungen in der Regel die besten Ergebnisse. Es bietet zwei Modi: den Basisscan, der auf jedem Gerät läuft und zwischengespeicherte Kopien und Miniaturansichten wiederherstellt, die sich noch im Speicher befinden; und den vollständigen Scan, der den gesamten Speicher durchsucht und nur auf gerooteten Geräten funktioniert.
In der Praxis werden die meisten Nutzer nur den Basisscan verwenden. Wird das gesuchte Foto in der App angezeigt, kann es direkt auf dem Gerät gespeichert oder in die Cloud hochgeladen werden. Wird es nicht angezeigt, hilft auch wiederholtes Suchen nicht: Das Ergebnis ändert sich nicht. Der Entwickler bietet außerdem eine kostenpflichtige Version an, die die Liste der wiederherstellbaren Dateitypen erweitert, jedoch weiterhin Root-Zugriff für den Tiefenscan erfordert.
2. Dumpster: Recuperação de fotos
Ö Müllcontainer: Fotowiederherstellung Es funktioniert anders, und das muss klar sein: Es ist ein zusätzlicher Papierkorb, kein Wiederherstellungstool. Nach der Installation werden alle gelöschten Dateien gespeichert und lassen sich mit wenigen Klicks wiederherstellen. Allerdings werden gelöschte Dateien vor der Installation nicht erkannt. Wenn Sie hier sind, weil Sie gestern ein Foto verloren haben, kann Dumpster es nicht wiederherstellen.
Es empfiehlt sich, die App schon jetzt zu installieren, insbesondere für diejenigen, die häufig Fotos löschen, um Speicherplatz freizugeben. Die App ist kostenlos und zeigt Werbung an; das Kopieren von Dateien in die Cloud und das Entfernen der Werbung sind Teil des kostenpflichtigen Abonnements.
Hüten Sie sich vor denen, die zu viel versprechen.
Viele Listen im Internet erwähnen die PhotoRec Es handelt sich nicht um eine mobile App. PhotoRec ist ein kostenloses Computerprogramm, das mit TestDisk ausgeliefert wurde und keine offizielle Version für Android oder iPhone besitzt. Alle in App-Stores unter diesem Namen gefundenen Programme stammen von Drittanbietern und stehen in keiner Verbindung zum Originalprojekt – installieren Sie diese nicht.
Seien Sie außerdem vorsichtig bei Apps, die mit “Tiefenscan ohne Root”, garantierter Wiederherstellung oder Datenrettung werben. gelöschte Fotos Seit Jahren präsentieren manche Anbieter alte Cache-Abbilder als Neuigkeit und verlangen erst dann Geld für die “Freigabe” der bereits vorhandenen Daten. Laden Sie APK-Dateien niemals zu diesem Zweck von Webseiten herunter: Die Installation außerhalb von Google Play oder dem App Store ist der schnellste Weg, unerwünschte Programme auf Ihrem Gerät zu installieren – gerade dann, wenn Sie es eilig haben und besonders angreifbar sind.
Speicherkarte: Der Fall, in dem der Computer hilft.
Befänden sich die Fotos auf einer microSD-Karte, sieht die Sache deutlich besser aus. Nehmen Sie die Karte aus Ihrem Smartphone, stecken Sie sie in einen an Ihren Computer angeschlossenen Kartenleser und verwenden Sie dort ein Datenrettungsprogramm. Auf einem Computer können solche Programme die Karte Sektor für Sektor auslesen, was mit einer mobilen App ohne Root-Zugriff nicht möglich ist. Wichtig ist, die Karte sofort nicht mehr zu verwenden, um ein Überschreiben der Daten zu verhindern.
Beim internen Speicher des Geräts verhält es sich anders. Wenn Sie Ihr Smartphone per Kabel mit Ihrem Computer verbinden, zeigt das System nur die sichtbaren Ordner an, nicht die gesamte Festplatte. Deshalb finden PC-Wiederherstellungsprogramme dort oft nichts Brauchbares – das liegt nicht an einer Einschränkung des Programms, sondern an der Funktionsweise von Android und iOS.
Wie kann ich vermeiden, das noch einmal durchmachen zu müssen?
Der einzig wirklich sichere Weg, Fotoverlust zu vermeiden, ist ein Backup vor dem Unfall. Aktivieren Sie die automatische Datensicherung in Google Fotos oder iCloud, stellen Sie die Upload-Funktion auf WLAN ein, wenn Ihr mobiles Datenvolumen begrenzt ist, und überprüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Uploads aktuell sind – die App benachrichtigt Sie bei ausstehenden Backups oder wenn der Speicherplatz knapp wird.
Für Fotos, die Sie auf keinen Fall verlieren dürfen, sollten Sie eine zweite Kopie an einem anderen Ort speichern: auf einem Computer, einer externen Festplatte oder in einem anderen Cloud-Speicher. Und nutzen Sie den Papierkorb nicht als Backup. Er dient nur für wenige Wochen dazu, kürzlich entstandene Fehler zu korrigieren, nicht um Erinnerungen zu bewahren.
Abschluss
Zusammenfassend lässt sich sagen: Befindet sich das Foto noch im Google Fotos-Papierkorb, in der Galerie oder auf dem iPhone oder ist ein Cloud-Backup vorhanden, ist die Wiederherstellung einfach und praktisch garantiert. Nach dieser Zeitspanne und ohne Backup sinken die Chancen deutlich – Scan-Apps sind zwar weiterhin einen Versuch wert, aber meistens lässt sich nur eine Version mit niedrigerer Auflösung wiederherstellen, wenn überhaupt.
Beginnen Sie also mit der Methode, die zum Erfolg führt: Löschen Sie die Daten, sichern Sie Ihre Daten und installieren Sie erst dann die Apps. Nutzen Sie Ihr Smartphone während der Suche so wenig wie möglich, laden Sie Apps ausschließlich aus dem offiziellen App Store herunter und aktivieren Sie die automatische Datensicherung, sobald das Problem behoben ist. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einem heutigen Schreckmoment und dem endgültigen Datenverlust beim nächsten Mal.
